Sack Reis???

Nun tagen sie mal wieder. Diesmal in Warschau! Die größten Umweltschweine und Klimaverschmutzer und heulen Krokodilstränen um die armen abertausende Opfer des Taifuns Haiyan, der über die Philippinen herein brach wie eine…nein, nicht wie eine Naturgewalt, eher wie ein menschengemachtes Schwerverbrechen, für das weder jemand die Verantwortung übernehmen, noch für die verursachten Schäden und das unsägliche Leid zahlen will!

Ausgerechnet Polen, dass einer der größten Bremser des Klimaschutzes in Europa ist, weil es seine Kohlekraftwerke weiter mit dem fossilen Dreck befeuern will, um „sauberen“ Strom zu gewinnen, darf der Ausrichter dieses politischen Großereignisses sein, auf dem sich Kohle-, Erdöl- und Atomlobby vermutlich gegenseitig die Klinken zu den Hoteltüren der versammelten Politprominenz in die Hand geben, um ihre Interessen zu vertreten und auch nur halbherzige Klimaschutzziele bereits im Vorfeld zu verhindern!

Und Deutschland, einst Vorreiter in Sachen regenerativer Energien und (damals, vor langer, langer Zeit, so schien es) regiert von Angela der KlimakanzlerIn, schickt sich heute an, in K(l)oalionsgesprächen zwischen Union und SPD, den Schutz der Umwelt und des Klimas auszuhebeln und die billigste und sauberste regenerative Energieform, die Windenergie nämlich, zur Technologie non grata zu erklären und ihr künftig die staatliche Föderung zu versagen.

Eine beeindruckende Wandlung vom Saulus zum Paulus und wieder zurück, ganz genauso, wie das schon einmal mit dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomenergie praktiziert wurde. Beispielhaft für alle Länder dieser Welt, die mit staunenden Augen und offenen Mündern der Energiewende der Deutschen folgten! Ein solches Hickhack wirkt sicher sehr vertrauenerweckend und besonders vorbildlich und ladet, nicht nur nicht zum Bade, sondern auch nicht zur Nachahmung ein!

Und während in Deutschland ganz allein die braven Bürger die Kosten der Energiewende zu tragen haben, die so wunderbare Mechanismen hervor gebracht hat, wie die Tatsache, dass auf Grund stark sinkender Preise an der Strombörse in Leipzig, die Preise für die Verbraucher (auf Grund der EEG-Umlage und der garantierten Einspeisevergütung) genauso stark steigen, während in der Wirtschaft Hinz und Kunz von der EEG-Umlage befreit werden, um ihnen keine Nachteile im internationalen Wettbewerb zumuten zu müssen!

Aber, den Göttern und den künftigen Großk(lo)alitionären sei dank, hat man auch dafür eine patente Lösung präsentiert! Tataaaa – die Prepaidkarte für Strom! Kunden mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten sollen nun ihrem Strom vorab bezahlen, damit er ihnen nicht mangels Masse abgestellt wird und, man höre und staune, ihnen die Möglichkeit gegeben werde, ihren Stromverbrauch besser zu kontrollieren! Da stehen wir nur noch still und fassungslos vor unserem ebenfalls still stehenden Stromzähler, bei so viel unfassbarer Weisheit!

Und weiter geht die wilde Fahrt durch das Jammertal der Wirtschaft, die erst mit Zusammenbruch droht, dann mit Arbeitsplatzverlust und schließlich, um ihren Wünschen noch ein kleines bisschen mehr Wucht zu verleihen, oftmals gleich ganz mit der Abwanderung ins Ausland, wenn man ihre frommen Wünsche nach weniger Kosten und mehr Profit nicht erhören möge!

Und wer wäre ich, wenn ich nicht auch einen passenden Vorschlag parat hätte?

Verlegt Eure Unternehmen doch einfach auf die Philippinen! Die Menschen dort sind arbeitslos und willig, die Löhne auf einem Niveau, dass es jedem Unternehmer die Freundentränen in die Augen treibt und wenn man es genau betrachtet, sollten auch die oft vorherrschenden Windgeschwindigkeiten einen profitablen Einsatz von Windrädern ermöglichen, um kostengünstig den beötigten Strom ins unternehmenseigene Netz einzuspeisen! Der nächste Taifun kommt bestimmt!

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Permakultur als Lebensprinzip – Teil1

Da ich nun schon einmal dabei bin, wollen wir uns nun ganz dem Prinzip Permakultur zuwenden und dieses System, dass sich auf alle Bereiche des Lebens bezieht, einer genauen Betrachtung unterziehen.

Warum haben wir die Probleme mit dem Klima, der Ernährung und den schwindenden Ressourcen auf unserer Erde, die uns heute so schlimme Kopfschmerzen bereiten? Der Anfang aller unserer Probleme liegt vermutlich in der Zeit, als die Menschen sich von Jägern und Sammlern zu Ackerbauern (weiter-)entwickelten. Ob das wirklich eine Weiterentwicklung war, müssen wir hier und jetzt nicht diskutieren und auch nicht abschliessend beantworten. Es steht uns nicht zu und es liegt auch nicht in unserer Macht, diese einmal eingeschagene Entwicklung zurück drehen zu wollen. Aber es liegt in unserer Macht, die derzeitige Entwicklung in eine neue Richtung voran zu treiben, die uns als Spezies ein Überleben auf Dauer auf diesem Planeten ermöglicht.

Dazu müssen wir zuerst erkennen, dass die Entwicklung, wie sie derzeit vonstatten geht, eine falsche ist. Schuld daran ist ein Wirtschaftssystem, dass von einer unendlichen Verfügbarkeit sämtlicher irdischer Ressourcen ausgeht und keine Grenzen bei deren Ausbeutung kennt und diese auch garnicht akzeptieren würde. Denn geht ein Rohstoff auf diesem Planeten zur Neige, so ist das für die Industrie überhaupt kein Anlass, nach neuen Rohstoffen zu suchen, die den alten, schwindenden, ersetzen können. Je seltener ein Rohstoff wird, desto höher ist der Preis, den die Konzerne für ihn verlangen können. Und das tun sie auch. Die gesamte Wirtschaft ist darauf ausgerichtet, möglichst hohe Preise für Rohstoffe und Produkte zu erwirtschaften und das geht am besten, wenn der Rohstoff, oder das Produkt knapp ist. Wie wahr diese Behauptung ist, zeigt sich an den Versuchen von Konzernen, eine Marktführerschaft anzustreben. Diese ermöglicht es den Konzernen, die Preise zu diktieren. Und wer die Preise diktiert, der senkt sie nicht, sondern erhöht sie und presst diejenigen aus, die auf die davon betroffenen Rohstoffe und Produkte angewiesen sind. Ein deutliches Beispiel dafür ist der Markt für Energie, der von wenigen riesigen Konzernen dominiert wird, die die Preise bestimmen. Sinken die Preise  für Rohöl, aus welchen Gründen auch immer, wird entweder die Produktion gedrosselt, große Mengen eingelagert, oder Spekulanten kaufen Massen von Öl auf, um sie wieder auf den Markt zu werfen, wenn die Preise hoch sind. Aber sie werden stets so hoch gehalten, dass die Umstellung auf erneuerbare Energien immer unrentabel erscheint.  Schließlich scheut man die „astronomischen“ Investitionen. Wer investiert, der verdient nicht, jedenfalls nicht jetzt sondern bestenfalls in der Zukunft!

Was sagt uns die Permakultur zu dem Thema Energie? Nun, sie sagt das, was sie prinzipiell zu allen anderen Problemen des gegenwärtigen Wirtschaftssystems sagt – Kreislaufwirtschaft! Kreislaufwirtschaft bedeutet, dass alles, was in irgendeinen Produktionsprozess eingebracht wird, sich nicht auf einer Einwegstraße bewegen darf, sondern nach dem Ende seines Lebenszyklus dem Stoffkreislauf des Planeten wieder zugeführt werden muss. Und zwar zu 100%! Und genau das trifft beim Verheizen von fossilen Treib- und Brennstoffen in Kraftwerken, Heizungen und Fahrzeugen keinesfalls zu. Es trifft eigentlich auf überhaupt kein Produkt zu, das in großindustriellem Maßstab hergestellt wird und genau das ist die Krux. Massenproduktion in automatisierten Fabriken, Verkauf an möglichst viele Verbraucher zu einem vorgeblich günstigen Preis und schließlich die Entsorgung nach dem Ende der Nutzungsdauer auf Kosten der Allgemeinheit. Natürlich gibt es heute, besonders in Deutschland verscheidene Rücknahmesysteme und die Verpflichtung der Hersteller (zumindest von Elektrogeräten) diese wieder zurück zu nehmen und sie dem Recycling wieder zuzuführen. Schön und gut. Aber die Frage ist doch, warum Kunststoffflaschen mit Pfand belegt werden, damit man diese wieder einsammelt, einschmilzt und sie bei der Produktion neuer Kunststoffflaschen oder anderer Kunststoffprodukte wieder nutzt? Der Energieaufwand und die Tatsache, dass diese Kunststoffflaschen letztlich aus erdöl hergestellt werden, sollte diese Art der Nutzung eigentlich verbieten. Und wenn man Getränkeflaschen aus Kunststoff (die übrigens auch noch Weichmacher, Hormone und andere chemische Zusatzstoffe an ihren Inhalt abgeben) schon mit Pfand belegt, warum dann auch nicht alle anderen Kunststoffverpackungen? Shampooflaschen, Folien in denen Obst und Gemüse verpackt werden, sämtliche anderen Verpackungen für Wurst und Käse (die teilweise sogar einzeln eingepackt werden, so dass die Verpackung rein rechnerisch gesehen deutlich teurer sein dürfte als der Inhalt), Verpackungen für Süssigkeiten, Blisterverpackungen usw. die wandern in den Abfall. Natürlich heißt er in dem Fall Wertstoff, aber in Wahrheit ist es nichts anderes als Müll. Kunststoffe sind nur dann wiederverwertbar, wenn sie absolut sortenrein recycelt werden. Das was in der Wertstofftonne landet, ist bestenfalls als Brennstoff für die Müllverbrennungsanlagen geeignet, oder als Exportartikel in die ärmsten Länder der Dritten Welt!

Permakultur fordert ohne wenn und aber ein Kreislaufsystem. Ein Produkt wird aus einem erneuerbaren Rohstoff hergestellt und nachdem es nicht mehr genutzt werden kann, weil es defekt ist, muss es zu 100% dem Kreislauf wieder zugeführt werden! Und das betrifft alle Komponenten des Produktes und nicht nur Teile davon! Um so ein sinnvolles System der Nutzung von Rohstoffen und deren Rückführung in den Rohstoffkreislauf zu garantieren, sind gesetzliche Vorgaben notwendig und der Wille, diese auch konsequent um zu setzen. Aber bereits da stossen wir an Grenzen. Denn der Staat sieht sich nicht in der Lage, der Industrie und den Konzernen verbindliche Vorgaben darüber zu machen, wie diese ihre Produkte zu gestalten haben, um die Umwelt weder zu belasten, noch sie zu zerstören. Das oft verwendete Argument, mit dem sich die staatlichen Stellen vor ihrer Verantwortung zu drücken pflegen lautet: Wettbewerbsverzerrung! Und damit kann man praktisch alles totschlagen, was die Konzerne daran hindern könnte, ihren Gewinn zu steigern. Nichts ist so undemokratisch und unsozial, wie ein Unternehmen und ganz besonders ein Konzern! Daher wird die Wirtschaft nie freiwillig Rücksicht auf die Belange des Klimaschutzes und auf unsere Erde nehmen!

Gesetze können umgangen werden. Das beweisen uns die Konzerne jeden Tag auf´s Neue mit geheimen Preisabsprachen, Aufteilung von Märkten und dem Drang zur Monopolisierung. Eines aber versteht jeder Konzernchef – die Sprache des Geldes! Bleibt das Geld auss, d. h. schrumpfen die Umsätze und Gewinne, fangen die Unternehmen an sich zu bewegen. Sie beginnen andere Unternehmen (meist direkte Konkurenten zaufzukaufen, um ihren Kundenkreis zu vergrößern und mehr Druck auf die Märkte ausüben zu können. Das dafür notwendige Geld müssen sich die Unternehmen von Banken leihen, was sie in Abhängigkeiten treibt, die zu ihrem Untergang führen können, wenn sie nicht im gleichen Maße wie sie expandieren, ihre Umsätze steigern können!

Dies ist eine Chance, die sich den Menschen bietet. Verweigern wir uns den Konzernen als Kunden, behalten also unser sauer verdientes Geld und legen es unter unsere Kopfkissen, so können wir ihr Verhalten maßgeblich beeinflussen – in unserem Sinne. Natürlich können wir uns nicht von heute auf morgen jedem Konzern verweigern. Es bedarf schon einiger Vorbereitungen, um die durch den Boykott entstehenden vermeintlichen Verluste an Gütern und sogenannter Lebensqualität zu vermeiden. Energie ist ein wichtiger Faktor. Aber wenn wir nicht bereit sein wollen, Energie zu fast jedem Preis von den Monopolisten der Branche zu kaufen, müssen wir selber zu Energieerzeugern werden! Reduzieren wir gleichzeitig unseren Verbrauch, schädigen wir die Energiekonzerne gleich doppelt. Viele kleine regionale Energieerzeuger sind ein Gräuel für die großen Konzerne, verlieren sie doch dadurch die totale Kontrolle über die Menschen und die Energieversorgung! Dann werden Atomkraftwerke so überflüssig wie der sprichwörtliche Kropf und in letzter Konsequenz bleibt nix anderes übrig, als sie wegen der hohen Kosten abzuschalten.

Genau das ist das Prinzip der Permakultur. Energie erzeugen, ohne die Erde zu plündern, aus Energiequellen zu schöpfen, die unerschöpflich sind. Viele kleine Kraftwerke (Windräder, Biogasanlagen, Wasserkraftwerke oder Solaranlagen) ersetzen ein großes Kraftwerk und machen die zentral erzeugte und kontrollierte Energie überflüssig und damit auch die von den Konzernen bevorzugten riesigen, hochkomplizierten, anfälligen und sehr gefährlichen Anlagen. Auf Sonnenenergie aus riesengroßen Solaranlagen in Afrika (Strom aus der Wüste: Ein guter Plan? Artikel auf Zeit Online vom 31.8.2009), die über weite Strecken und durch neu zu errichtende Stromnetze transportiert werden müsste, kann so verzichtet werden. Die einzigen, die von dieser Technologie einen Nutzen hätten, sind die Konzerne. Wir würden dabei nichts anderes tun, als die Abhängigkeit von den Ölquellen des Nahen- und Mittleren Ostens gegen eine Abhängigkeit von den Solaranlagen in Nordafrika zu tauschen!

Dieses Prinzip der Permakultur, der Kreislaufwirtschaft, lässt sich grundsätzlich in jedem Bereich umsetzen. Es erfordert nur ein wenig Nachdenken und die Erkenntnis, dass es so nicht weiter gehen kann und darf! Lasst uns der Globalisierung mit seinem immer größer immer weiter, immer mehr, immer billiger, eine konsequente Regionalisierung entgegen setzen, die auf Selbstbesgrenzung, Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, regenerative Energien und gesunde, ökologische Nahrungserzeugung baut!

Regenerative Energien in Norddeutschland

In meinem Urlaub in Schleswig-Holstein, konnte ich aus erster Hand Erfahrungen über die Gewinnung regenerativer Energien aus Wind und Biomasse machen. Stets bläst ein recht strammer Wind über das Land und hält so die Windräder am Laufen. Und dort steht eines neben dem anderen, von beträchtlicher Größe. Fast kein Bauernhof, der nicht auf seinen Ackerflächen einen oder gar mehrere dieser umweltfreundlichen Energieerzeuger stehen hat. Die Einspeisung ins Stromnetz bringt den Landwirten ein nicht unerhebliches Zubrot zu ihren immer karger werdenden Einkünften aus der Landwirtschaft.

Einige Landwirte erzeugen mit Hilfe von Verbrennungsanlagen, in denen sie Strohballen verfeuern ebenfalls Energie, oder sie gewinnen aus Biomasse, die in der Viehhaltung anfallen Biogas, das ebenfalls zum Betrieb von Generatoren genutzt werden kann. Insofern braucht man nicht zu befürchten, dass hier Landwirtschaftliche Produkte im Tank oder im Biomassekraftwerk landen die eigentlich auf die Teller der Menschen, oder in deren Brotkorb gehören.
Allerdings möchte ich nicht verhehlen, dass ich hier im schönen Schleswig-Holstein (manche nennen es auch ganz bösartig Hedwig-Holzbein), relativ viele Maisanbauflächen zu finden sind. Mais gehört ja bekanntlich nicht gerade zu den Lieblingsnahrungsmitteln des gewöhnlichen Mitteleuropäers, speziell des Deutschen. Aber es ist ebenso bekannt, dass Mais ein sehr anspruchsvolles, weil sehr hungriges und zugleich auch empfindliches Gewächs ist. Er giert geradezu nach Kunstdünger, sowie zum Schutz vor „Schädlingen“ nach Unmengen Herbi-, Pesti- und Fungiziden, die denn auch großzügig über den Anbauflächen verteilt werden. An Stelle des Maises ließe sich sicher weit weniger anspruchsvolles Getreide wie Dinkel oder ähnliches anbauen und für die Erzeugung von Nahrungsmitteln nutzen, aber es scheint so, dass der Anbau von Biopspritpflanzen weitaus mehr Gewinn verspricht! Das ist bedauerlich.

Natürlich besteht auch hier die Gefahr, wie überall wo Mais angebaut wird, dass über kurz oder lang Monsanto seine Finger mit im Spiel hat und seinen Genmais auf den Äckern verteilt. Dies gilt es mit Nachdruck zu verhindern. Widerstand gegen die Gen-Mafia ist sozusagen höchste Bürgerpflicht! Wehrt Euch gegen die Bevormundung und Entmündigung durch Saatgut- und Genkonzerne!
Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten, Energie umweltfreundlich, regenerativ und kostengünstig zu erzeugen. Man muss nur die Augen öffnen und sich informieren. Im Internet gibt es unzählige Blogs, Websites und Portale, die sich ausschließlich mit alternativer Energiegewinnung befassen und eine Fülle von interessanten Artikeln und Informationen, sowie Links anbieten. Einer davon ist der Energynet-Blog. Seine Informationsflut hat mich beeindruckt und daher habe ich ihn in meine Blogroll aufgenommen. Segelt mal dort vorbei und informiert Euch, wie Ihr Euch von den Energiekonzernen und vor allem der Atomenergie lossagen könnt. Wärmepumpen, Solar- und Windenergie, bis hin zur Biomasse, hier findet Ihr alles, was Euch interessiert, oder zumindest interessieren sollte!

Was kommt nach dem Öl?

Eigentlich sollte es für jede Menschen selbstverständlich sein, dass Gaias Ressourcen zwar genutzt, aber nicht verschleudert werden dürfen. Genau das aber geschieht derzeit mit allen Rohstoffen, insbesondere mit dem kostbaren Erdöl.
Kostbar ist es in der Tat, denn die gesamte Industrie, Wirtschaft und Logistik, sowie die Energiegewinnung, sind nahezu ausschließlich von fossilen Energieträgern abhängig, deren Endlichkeit nur noch eine Frage von ein oder zwei Jahrzehnten ist.
Man hat schlichtweg versäumt, vielleicht auch bewusst verhindert, dass Alternativen entwickelt wurden. Denn eines ist kein Geheimnis: mit einer knappen Ressource, die jeder will, weil er sie braucht, lässt sich mächtig Kasse machen! Und allein die Tatsache, dass neben den G8-Staaten die Schwellenländer China und Indien immer mehr Öl brauchen, garantiert auf lange Sicht traumhafte Gewinnspannen, zumindest bei den Mineralölkonzernen.
So wird verständlich, wenn auch nicht akzeptabler, dass Konzerne, die am Ölgeschäft verdienen, kein Interesse daran haben können, einen Energieträger zu fördern, der praktisch in unbegrenzter Menge zur Verfügung steht. Dies trifft z. B. auf Wasserstoff zu, oder auf Brennstoffzellen, die aus Wasserstoff Energie gewinnen können.
Und Wasserstoff ist tatsächlich, gebunden in H2O in nahezu unbegrenzter Menge vorhanden. schließlich entsteht beim Verbrennen von Wasserstoff hauptsächlich Wasser, dass dem Kreislauf der Natur wieder zugeführt wird.
Ähnlich ist es auch mit anderen Bereichen. Anstatt seine Wirtschaft und Infrastruktur auf der vermeintlich unbegrenzten Verfügbarkeit endlicher fossiler Energieträger und Rohstoffe aufzubauen, muss dazu übergegangen werden, praktikable Alternativen zu den bekannten und bereits genutzten Rohstoffen zu entwickeln und in das Wirtschaftssystem zu integrieren.
Die wichtigste Ressource seit der industriellen Revolution, die mit der Erfindung der Dampfmaschine begann, ist Energie. Wer über die Energiereserven verfügt, beherrscht die Welt!
Darum muss man danach streben dieses Energiemonopol zu durchbrechen, indem man allen Ländern und Völkern die Möglichkeit gibt, freie Energien zu erzeugen und zu nutzen.
Überall da, wo es ein Monopol auf bestimmte Ressourcen gibt, sind die Preise so hoch, dass die Menschen einen großen, wenn nicht den größten Teil ihrer Arbeitskraft darauf verwenden müssen, die Kosten für diese Ressourcen zu erwirtschaften.
Um also in der Zukunft allen Ländern und Völkern eine Teilhabe am Fortschritt zu ermöglichen und den Menschen die Möglichkeit zu einem weitestgehend sorgenfreien Leben in Freiheit zu geben,ist es notwendig, vor allem Energie in praktisch jeder benötigten Menge frei verfügbar zu machen.
Dazu gibt es unterschiedliche Ansätze,die aber alle den Nachteil haben, zunächst große Investitionen in die notwendige Infrastruktur zu erfordern. Dies übersteigt aber die finanziellen Mittel der meisten Staaten, die heute an der Schwelle zum Industriezeitalter stehen. Einzig ein Teil der G8-Staaten wäre in der Lage, diese Investitionen zu tragen. Stattdessen beschränken sich deren Regierungen darauf, von ihren Bürgern Sparsamkeit beim Energieverbrauch zu verlangen, in der trügerischen Hoffnung, die vorhandenen Ölvorräte dadurch strecken zu können.
Die Tatsache aber, dass die so „eingesparten“ Mengen vom Ölhunger Chinas, Indiens und den USA mehr als aufgefressen werden, scheint dabei niemanden zu stören. Wirklich ernsthafte Versuche das knappe Öl wenigstens teilweise durch Wasserstoff zu ersetzten, werden gar nicht erst gemacht. Begründet wird dies damit, dass die Erzeugung von Wasserstoff zu energieintensiv sei.
Klar sollte aber auch sein, dass Verfahren zur Erzeugung von Wasserstoff in industriellem Maßstab ständig weiterentwickelt würden, um deren Effizienz in Bezug auf die Menge, oder der aufzuwendenden Energie zu erhöhen. Ein einziger Staat – Island – hat sich bisher dazu durch gerungen, seine Energiewirtschaft in absehbarer Zeit auf Wasserstoff umzustellen.
In Mitteleuropa, insbesondere in Deutschland, glaubt man noch immer, das Problem der schwindenden Ölvorräte und der Erderwärmung durch sparsamere Autos, Windräder an der Nordseeküste und ein Verbot konventioneller Glühlampen lösen zu können!
Wer Ideen und Visionen hat, um den Energiebedarf der Menschheit zu befriedigen, ist aufgerufen diese mit uns zu teilen und zu diskutieren.