Nicht genug unbelastete Leute in Griechenland, um eine Regierung zu bilden?

Aha, der neue griechische Finanzministrant, Ioannis Stournaras, hat damals den Beitritt seines Landes zur EU mitbverhandelt? Soll ich jetz lachen, oder doch besser losheueln wie ein Schloßhund? Wenn der Typ mitverhandelt hat, dann muss er auch in die landesweiten Betrügereien und Trixereien eingeweiht gewesen sein, mit denen sich Griechenland den Beitritt erschlichen hat – und nu soll ausgerechnet er die Fianzen retten?

Es ist schon erstaunlich. Nachdem die EU und allen voran die deutsche BundeskanzlerIn Frau Mäkel den „tapferen“ Griechen aufrichtig und von ganzem herzen zur Wahl einer konservativen Regierung gratuliert hatte, stellt sich nun heraus, dass es in diesem ganzen schönen Land offenbar nicht genug unbelastete und vor allem ehrliche Leute gibt, um eine Regierung zu bilden. Der Regierungschef, bis vor kurzem noch aus machtpolitischen Gründen ein strikter Gegner der EU-Sparauflagen und nun, zwar (schein)geläutert, aber dennoch nicht bereit wirklich zu sparen, erblindet vermutlich beim Anblick des griechischen Haushaltsdefizit (bezw. erlitt eine Netzhautablösung) und muss operiert werden. Das führte dazu, dass er die Troika nicht empfangen konnte, die ihm wohl ob seiner Unwillichkeit mal eben kräftig in den Arsch treten wollte, um ihn endlich auf Linie zu bringen…

Anschließend fällt sein designierter Fianzministrant, einer „der profiliertesten Finanzexperten seines Landes“ und ehemaliger Chef der größten Privatbank Griechenlands, vor der Vereidigung in Ohnmacht und muss ins Krankenhaus gebracht werden, wo er noch vom Krankenbett aus auf sein künftiges Amt verzichtet und dann stellt sich heraus, dass der stellvertretende Wirtschaftsminister zu jenen vornehmen und reichen Griechen gehöert, die lieber gar keine Steuern auf den Marshallinseln bezahlen, als Einkommenssteuern in der Heimat! Und weil er sich darob kompromittiert sieht (natürlich völlich zu Unrecht!), tritt er erschüttert zurück.

Wüsste man in griechischen Wirtschafts- und Politikerkreisen, was es mit Sepukku und Ehre auf sich hat, würden dort zu Hauf selbstgemeuchelte Politstrategen herum liegen, den Steuerbetrügern zur deutlichen Mahnung. Aber das wäre sicher zuviel verlangt. Eher hängen sich Rentner an den Straßenlaternen auf, weil sie von ihrer gekürzten Rente nich mehr leben können…

Es ist wirklich ein Bild des Jammers, dass die „neue“ griechische Regierung der Welt bietet und doch sind in Europa alle so froh, dass die linke Syriza keine Mehrheit bekommen hat, denn die hätte sowohl der EU, als auch dem korrupten Pack in Griechenland vermutlich die Ärsche aufgerissen und das hat ja wohl niemand ernsthaft gehofft!

Aber nun zeigt man es der EU erst richtich, indem man den Mann zum Finanzministranten macht, der den Beitritt Griechenlandes mit Lug und Trug, mit Beschiss und falschen Zahlen mit verhandelt hat! Darf ich sagen, dass ich zutiefst beeindruckt bin, von soviel Chuzpe?

 

weiterführende Links:

Werbeanzeigen

Clement sollte entmannt werden?

Das es so etwas heute noch gibt, wo doch Alice Schwarzer schon auf dem Altenteil abgetaucht ist, ließ mich als Mann staunend und verständnislos in dieser Welt zurück! Wolfgang Clement, seines Zeichens ehemaliger Wirtschaftsminister und seit kurzem auch noch ehemaliges SPD-Mit“glied“ (hahaha, was für ein geniales Wortspiel!), klagt darüber, man habe ihn unter Mitwirkung von Müntefehring entmannen wollen. Welch tragisches Schicksal für einen so führungsstarken Mann, der der Atomkraft das Wort redete, als sei es güldener Wein, der nur das Beste wollte für die Industrie und sich selbst.

Aber wer war es, der ihn seiner Männlichkeit zu beraube gedachte? Die Nahles etwa, dem linken Flügel ihrer Partei zugerechnet, könnte durchaus auf solche Gedanken kommen. Oder war es Ulla Schmid, die Clement ans Gemächt wollte, um es mit einem Gurkenhobel „ratzfatz“ zu entfernen? Immerhin verfügt sie über beste Kontakte in die Pharmaindustrie und man hätte ihr bei der Kastration Clements sicher gern unter die äh Dinger, die Arme gegriffen.

Frei nach dem Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe:

Vom Eise Hoden befreit sind Strom und Bäche ist Clement´s Gemächt
durch des Frühlings Müntefehrings holden belebenden stechenden Blick,
im Tale in der SPD grünet Hoffnungsglück;
der alte Winter Clement, in seiner Schwäche etwas geschwächt,
zog sich – mit Eunuchengekicher – in rauhe Berge zurück.

Naja, ich weiss schon, das war  nicht sehr fein, aber das ist die Politik zu uns Wählern auch nicht. Wohl dem, wohl uns, die wir noch lachen können!