Juan Carlos abgesetzt?

Naja jedenfalls als Ehrenpräsident des WWF Spanien. Grund dafür war sein „Jagdausflug“ ins Elefantenschutzgebiet, in Begleitung seiner Jagdflinte und zum Zwecke der Großwildjagd.  Wirklich sauer war man aber ganz offensichtlich nicht, dass der adelige Tattergreis auf Elefantenpirsch ging, sondern weil dies in Zeiten, wo andere, gewöhnliche Menschen Not leiden müssten im krisengeschüttelten Spanien, er nichts besseres zu tun hatte, as seiner Jagdleidenschaft zu frönen.

Das kann man verstehen, muss man aber nicht! Um die Tiere scheint es beim WWF ja keinem zu gehen. Im Gegenteil soll diese Art Freizeitvergnügen ja sogar legal sein. Man schützt die Elefanten vor den bösen Wilderern, damit solch „hochedle“ Herren wie der spanische König sich dem zweifelhaften Vergnügen der Großwildjagd hingeben können? Pech nur, dass er sich dabei seine morsche Hüfte gebrochen hat und auf Staatskosten zwecks Notoperation in die ferne Heimat geflogen wurde. Ansonsten hätte man wohl kaum mitbekommen, mit was die Haute Voleé sich so zu vergnügen pflegt!

 

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Der WWF als Gralshüter des Umwelt- und Naturschutzes?

Des öfteren wurden schon Vorwürfe laut, der WWF (Artikel auf Wikipedia), der sich den Schutz der Tiere, der Umwelt und der Natur auf die aristokratischen Fahnen geschrieben hat, habe sich mit Großkonzernen eingelassen und an einen Tisch gesetzt. Unter anderem soll auch Monsanto dazu gehört haben und solche Umweltverbrecher wie Coca Cola, Unilever und Shell. Jedenfalls schreibt dies der Journalist Wilfried Huismann in seine neuesten Buch unter dem Titel „Schwarzbuch WWF – dunkle Geschäfte im Zeichen des Panda„.

Und die Behauptung, der WWF zeichne sich insbesondere dadurch aus, dass er sich Konzernen und der Industrie an den Hals werfe, ist sicher nicht ganz von der Hand zu weisen. Schließlich stammt ein Großteil seiner elitären Führungszirkel aus der Wirtschaft! Was Wunder, dass es da Verbindungen gibt, die offenbar nicht ganz koscher sind. Und nicht zuletzt lebt der WWF vornehmlich von großzügigen Spenden aus Kreisen der Wirtschaft und brüstet sich als Schirmherr so zweifelhafter Aktivitäten wie z. B. der seit etwa 2002 in mehreren Kampagnen laufenden Krombacher „Klimaschutz“-Projekten nach dem Motto „Saufen für den Regenwald“!

Bisweilen fallen Repräsentanten des WWF auch in der Öffentlichkeit unangenehm auf. Sein Ehrenpräsident, König Juan Carlos von Spanien, auch bei der Jagd nach Frauen kein Kostverächter, stürzte bei der Großwildjagd auf Elefanten in Afrika und brach sich seine altersschwache Hüfte. Das kann man zwar unter dem Kapitel ausgelcihende Gerechtigkeit verbuchen udn muss nicht gerade vor Mitleid mit diesem alten Sack zerfliessen, aber es wirft ein bezeichnendes Licht auf die Einstellung der führenden Repräsentanten des WWF zu den von ihm „geschützten“ Umwelt und Natur!

Natürlich will sich der WWF gegen solch schlechte PR wehren und dabei ist ihm wohl jedes Mittel recht! Denn die Folgen könnten katastrophal für den World Wildlife Fund For Nature sein, wenn ihm die Wirtschaft ihre Zuneigung und die üppigen Zuwendungen streicht…

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Über allen Gipfeln Ist Ruh’…

…In allen Wipfeln Spürest Du
Kaum einen Hauch;

Die Vögelein schweigen im Walde

Warte nur, balde Ruhest Du auch.

Dies schrieb einst der berühmte Johann Wolfgang von Goethe, nach einer Wanderung im September 1780, als er sein müdes Haupt in der Hütte auf dem Kickelhahn (was für´n niedlicher Name) zur Ruhe bettete, auf eine Holzplanke an der Wand. Er wanderte gern und oft im Thüringer Wald und er liebte den Wald und die Bäume, wie man seinen gefühlvollen Worten entnehmen kann!
Vermutlich war diesem Genie der deutschen Sprache und Universalgelehrten die Bedeutung der Wälder bewusst, ganz anders als heute, wo der Wald nur noch eine auszubeutende Ressource ist. Gnadenlos werden die Wälder in industriellem Maßstab abgeholzt und gewinnbringend vermarktet. Wo der Nachschub herkommt, interessiert niemanden!

Urwald am Altrhein bei Leopoldshafen

Besonders schlimm ist der Raubbau in den tropischen Regenwäldern, die sich einst als ein gigantisches Band um den gesamten Globus zogen und die ihnen von der Natur zugedachte Funktion als Lunge des Planeten erfüllten!
Aber der Mensch betrachtete die Natur schon immer gern als einen Feind, den es zu besiegen galt, um sich seiner Schätze bemächtigen zu können und so zog er aus und begann Krieg gegen den Wald zu führen, als wäre es möglich, einen Sieg zu erringen! Dabei scheint niemand zu begreifen, dass dies ein Krieg gegen unsere eigenen Lebensgrundlagen ist und hier kann man nur verlieren.
Aber die Tropen und die Regenwälder sind weit weg und die Gewinne, die durch das halblegale und illegale Schlagen von Tropenhölzer sind ähnlich verheißungsvoll und märchenhaft, wie der Drogenhandel und dementsprechend engagiert sich die eine gut organisierte Mafia im illegalen Holzeinschlag und dem Schmuggel in die Industriestaaten, wo man meint, nicht auf die Vorzüge tropischer Hölzer verzichten zu können und nicht verzichten zu brauchen. Schließlich ist Teak oder Mahagoni etwas, mit dem man den Nachbarn neidisch machen und seinem Hang zur Dekadenz nachgeben kann!
War es vor ein paar tausend Jahren noch eine relativ faire Auseinandersetzung zwischen Mensch und Baum, in der der Wald eine gute Chance hatte, die Versuche des Menschen, ihn zu vernichten, durch das Wachstum neuer Bäume mehr als auszugleichen, begann sich das Verhältnis zu Ungunsten der Wälder zu verschieben, als der Gebrauch von Stahlwerkzeugen, Sägen und letztlich der Motorsäge in Mode kam! Heute wird der Wald mit Hilfe großer, raupengetriebener Maschinen „geerntet, die in den Wald hineinfahren und die Bäume fällen, entrinden, ablängen und gleich auf geländegängige LKW verladen – alles in einem Arbeitsgang! Wie soll der Wald da eine Chance zur Regeneration haben?
Aufforstung kostet Geld! Was Geld kostet, schmälert den Gewinn! Also verlässt man sich darauf, dass die Gesellschaften der Industriestaaten, teils getrieben von schlechtem gewissen, teils getrieben von Angst vor der völligen Zerstörungund Verwüstung der Erde ihre Kröten springen lassen und damit Wiederaufforstungsprogramme bezahlen!
Oft ist es allerdings zu spät, denn wenn der Nährstoffarme Waldboden ohne jede Bedeckung durch Vegetation den Kräften von Wind und tropischem Regen ausgesetzt sind, beginnt die Erosion unaufhaltsam den entblößten Waldboden fortzuschwemmen. Zurück bleibt eine steinige, tote und trockene Wüste, auf der kein Strauch mehr wachsen kann! Landwirtschaft und Viehzucht ist ebenfalls nicht möglich. Im Gegenteil, die Haltung von Rindern und Schafen beschleunigt die Zerstörung des Bodens nur noch mehr, Landwirtschaft ist nur unter Einsatz großer Maschinen und enormer Mengen an Kunstdünger, Pestiziden und Herbiziden, sowie den „Spitzenprodukten“ so „sozial“ eingestellter Gentechnikkonzerne wie Monsanto, Bayer, oder Pioneer. Nicht umsonst ist Südamerika der weltgrößte Produzent gentechnisch veränderter Soja, die wiederum in aller Welt zur Tiermast eingesetzt wird!
In den letzten 8.000 Jahren soll der gesamte Waldbestand unserer Erde um 1/3 geschrumpft sein. Davon dürfte der Großteil in den letzten 30 Jahren gefällt und/oder in Rauch aufgegangen sein. Jahrhundertealte Bäume und jahrtausendealte Wälder, geopfert für die Profite der Kapitalisten! Die Folgen tragen wir alle und wie wir heute mehr als deutlich sehen, kümmert sich die Wirtschaft einen Scheiß um die Menschheit und deren Recht zu Überleben! die Vernichtung des Regenwaldes im Amazonasbecken, hat nach einer kurzen Phase der Erholung (und Erholung heißt in diesem Zusammenhang nicht, dass sich der Waldbestand etwa erhöht hätte, sondern lediglich, dass die Geschwindigkeit der Abholzung über einen kurzen Zeitraum hinweg ein wenig gesunken ist!).
Im Parlament Brasiliens wird nun auch noch darüber diskutiert, ein neues Waldgesetz zu verabschieden, das diesen Namen sicher nicht verdient. Es müsste Abholzungsgesetz heißen und soll den „Wünschen“ und „Bedürfnissen“ der Agrarindustrie und der Holzkonzerne entgegen kommen und was das heißt, kann sich jeder selbst ausmalen – Abholzung, Rodung, Vernichtung, Zerstörung und Erosion. In besonderer Gefahr ist jetzt der letzte Rest des Küstenregenwaldes Brasiliens (Mata Atlantica), der einst nahezu die gesamte Küste säumte. Heute sind nur noch kärgliche 7% des einstigen Waldbestandes übrig geblieben und genau diese letzten Schutzgebiete sind den Konzernen ein Dorn im Auge. Zwar wollte Brasilien bis zum Jahr 2020 sowohl die CO2-Emissionen um 39%, als auch die Waldabholzung um 80% reduzieren, aber so wie es aussieht, wird sich die Geschwindigkeit der Entwaldung erst dann reduzieren, wenn der gesamte Wald vernichtet und nix mehr übrig ist! Von einer Verringerung der CO2-Emissionen braucht man in diesem Zusammenhang garnicht mehr reden.
Und so habe ich, als mich der Zorn gestern überkam, des ollen Goethens wunderbares Gedicht ein wenich umgeschrieben, scheint es mir doch in den erläuterten Zusammenhang so besser hiein zu passen…

Über allen Gipfeln ist Ruh´

Da, wo einst Wald war, spürest Du

Kaum einen Hauch;
Kein Vöglein im gerodetem Walde
Warte nur, balde verreckst Du auch.

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Bei den genannten Organisationen könnt Ihr Euch engagieren und an Aktionen teilnehmen, oder auch selber welche auf die Beine stellen. Auf jeden Fall gibt es jede Menge Möglichkeiten, gegen den Mainstream und für Natur und Umwelt zu kämpfen! Jede Stimme hilft!

Die stille Invasion!

In einem Artikel auf n-tv vom 13.7.2009 (WWF: Gefahr für heimische Arten: Einwanderer setzen sich durch) wird einmal mehr auf die Bedrohung einheimischer Tierarten durch Invasoren aus fremden Gefilden aufmerksam gemacht. Dieser Bedrohung hat man den Namen „stille Invasion“ gegeben, da sie lautlos, aber nichts desto weniger tödlich für viele einheimische Arten verläuft. In den Ballastwassertanks großer Ozeanriesen überqueren unzählige Lebewesen die Meere und werden am Zielort der Schiffe mit dem abgepumpten Ballastwasser in die Freiheit entlassen. Hier treffen diese fremden Wesen auf einheimische Arten, die nicht im geringsten auf diese Eindringlinge vorbereitet sind und sich darum auch meist nicht zur Wehr setzen können. Ein Beispiel dafür ist die chinesische Wollhandkrabbe, die in Konkurrenz zu einheimischen Fischarten trat und durch ihre ungehemmte Ausbreitung (sie hat so gut wie keine natürlichen Feinde) die Flora und Fauna fließender Gewässer bedroht. Aber sie ist bei weitem nicht die einzige Art, die im Rahmen einer groß angelegten, selbstverständlich vom Menschen zu verantwortende biologische Invasion fremde Lebensräume erobert.

Da sich diese Invasion unter Wasser abspielt, entgeht sie meist dem Auge des aufmerksamen Beobachters. Ganz im Gegensatz zu der nicht minder erfolgreichen Pflanzeninvasion sogenannter Neophyten. Die meisten kennen z. B. die mächtige Herkulesstaude oder Riesenbärenklau, deren gefährliches Gift die menschliche Haut verätzen und gegen Sonnenlicht extrem empfindlich macht. Schwerste Verbrennungen sind die Folge, die sehr langsam heilen und gräßliche Narben hinterlassen. Oder das indische Springkraut, dass immer mehr Flussufer überwuchert und alle anderen einheimischen Pflanzen verdrängt. Dazu kommt, das dieser Eindringling den Boden durch sein Wurzelwerk lockert, was bei hohem Wasserstand zu einer enormen Erosion führt.

Der WWF und andere Umweltschutzorganisationen weisen seit längerer Zeit auf dieses Problem der Verschleppung fremder Arten hin. Technische Möglichkeiten dies zu verhindern, sind entwickelt worden und einsatzbereit. Allerdings fehlt sowohl der politische Willen, als auch die Möglichkeit die Reedereien zum Handeln zu zwingen, die ihre Schiffe unter Billigflaggen fahren lassen. Aber es wäre absolut ausreichend, solchen Schiffen die Einfahrt in die Gewässer der Europäischen Union zu untersagen, die nicht mit Anlagen ausgerüstet sind, die beim Ablassen des Ballastwasser die darin befindlichen Lebewesen zu töten. Aber wir ahnen alle, dass hier mal wieder andere, pekuniäre Interessen vorrangig sind. Sonst wäre eine Lösung dieses Problems bereits ernsthaft angegangen worden.

Betrachten wir diese Invasionen einmal als einen Hinweis darauf was passiert, wenn Tier- und Pflanzenarten in eine Umgebung gelangen, in der sie von Natur aus nicht hingehören, so müssten wir eigentlich sofort hellhörig werden, wenn von Gentechnik die Rede ist! Pflanzen und Tiere, erst einmal eingeschleppt, können nicht mehr zurückgeholt, oder vernichtet werden. Sie verbreiten sich explosionsartig und verdrängen die einheimischen Arten und können uns auf diese Weise sogar im schlimmsten Fall die Lebensgrundlagen entziehen. Kleines Beispiel? Bitte sehr – Mnemiopsis leidyi, eine Rippenquallenart, wurde in den 80er Jahren in den Ballastwassertanks von Frachtschiffen ins Schwarze Meer eingeschleppt. Binnen weniger Jahre vermehrte sie sich derartig (es gab logischerweise keine natürlichen Fressfeinde), dass die Fischerei im Schwarzen Meer nahezu zusammenbrach!

Das gleiche passiert, wenn ein gentechnisch veränderter Organismus, ein sogenannter GVO, freigesetzt wird. Man kann ihn nicht mehr zurück holen. Handelt es sich dann um einen Organismus, der eigenes Gift produziert um Schädlinge abwehren zu können, wie z. B. der Genmais MON810 von Monsanto (der sein eigenes Gift gegen den Maiszünsler produziert), breitet auch der sich in der Umwelt aus. Niemand kann garantieren, dass sich daraus im Rahmen von Mutationen durch Einkreuzung anderer Sorten nicht irgendwann ein giftiges Monster entsteht, dass beisüielösweise dem Riesenbärenklau ähnelt? Aber die Politiker und vor allem die Manager der Genkonzerne sehen überhaupt nicht die geringste Gefahr dabei. Das macht nicht nur mir Angst!

weiterführende Links:

  • WWF – Deutschland (Umweltschutzorganisation – Am 11.September 1961 in der Schweiz gegründet).
  • BUND für Umwelt und Naturschutz (Umweltschutzorganisation – Zitat: Am 20. Juli 1975 gründen Horst Stern, Prof. Bernhard Grzimek, Dr. Herbert Gruhl und 19 weitere Natur- und Umweltschützer in Marktheidenfeld den Bund für Natur- und Umweltschutz Deutschland. Zum Vorsitzenden wird Bodo Manstein gewählt. 1977 erfolgt die Umbenennung des Verbandes in Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND).
  • Nabu – Naturschutzbund Deutschland e. V. (Umweltschutzorganisation – Zitat: Der NABU wurde 1899 in Stuttgart von Lina Hähnle (1851-1941) als „Bund für Vogelschutz“ (BfV) gegründet).
  • Greenpeace (Umweltschutzorganisation – Zitat: Seit 1971 setzt sich Greenpeace für den Schutz der Lebensgrundlagen ein. Gewaltfreiheit ist dabei das oberste Prinzip. Die Organisation ist unabhängig von Regierungen, politischen Parteien und wirtschaftlichen Interessengruppen. Greenpeace arbeitet international, denn Naturzerstörung kennt keine Grenzen).
  • Natur: Das Fremde in unserem Garten (Artikel auf FocusOnline 4.5.2009).

Satz mit „X“, war wohl nix…

…könnte das kurz und knappe Fazit der Klimakonferenz in Bonn lauten. Der WWF befindet in seinem Artikel vom 12.6.2009 unter „Klimaverhandlungen in Bonn: Zwei Wochen ergebnisloses Taktieren“ und in der Subline können wir lesen, dass…

…die Staatengemeinschaft kaum vorangekommen sei!

So kann man es, wenn man es milde sagen und sich nicht mit allen Teilnehmern verscherzen will, auch ausdrücken. Aber es ist auch deutlich genug formuliert, um zwischen den Zeilen zu lesen, dass es sich hierbei mal wieder um einen recht teuren Betriebsausflug für Politiker und Wissenschaftler gehandelt haben dürfte, der außer heißer Luft (und davon haben wir in Folge des ungebremsten CO2-Ausstosses wohl mehr als genug!) absolut nichts gebracht hat. Eigentlich war vorgesehen, auf dieser Konferenz ein Papier zu erarbeiten, das die Basis für die am Ende des Jahres in Kopenhagen stattfindende Weltklimakonferenz bilden sollte. Mehr als ein paar belanglose Floskeln kamen aber mal wieder nicht zustande. Wer wirklich Fortschritte erwartet hatte, sieht sich enttäuscht. Bewegung war von vornherein nicht drin. Man saß zusammen und spielte das, was man üblicherweise als Beamten-Mikado bezeichnet – wer sich zuerst bewegt, hat verloren!

FAZ.NET textet derweil launig „Bonner Klimakonferenz: Das große Pokern bis Kopenhagen“, um weiter unten etwas deutlicher zu werden…

Die dänische Umweltministerin Connie Hedegaard, die dann in der zweiten und dritten Dezemberwoche nicht weniger als fünfzehn tausend Teilnehmer in ihrer Heimat erwartet, gehört zu den Enttäuschten von Bonn: „Kein Zweifel, die Sache geht zu langsam voran.“ Statt über den schon konkreten Textvorschlag zu verhandeln, habe man ihn einmal gelesen und dann auf mehr als zweihundert Seiten aufgeblasen. „Das ist eine Schande“, kommentierte Hedegaard das Ergebnis.

Wer weiss, welche gewaltigen Fortschritte uns im Dezember in Kopenhagen zum Schutz unseres Klimas präsentiert werden? Schließlich geht dieses Thema uns alle an. Jeder jammert rum, aber tun will keiner was. Es könnte ja Geld kosten und womöglich das eigene. Da kommt die Finanz- und Wirtschaftkrise gerade recht. So hat man wenigstens einen Vorwand, warum man kein oder nur sehr wenig Geld zu Verfügung hat. Und jeder hofft wohl insgeheim, dass es so schlimm schon nicht kommen wird!

Welch ein Geschrei wird sich erheben, wenn der Meeresspiegel erst soweit angestiegen ist, dass er Oberkante Unterlippe steht? Wenn´s den Bangladeshis, oder den Birmanen ins Maul läuft, wird das vermutlich noch keinen jucken. Aber wenn der Hamburger Fischmarkt, oder Amsterdam ganzjährig unter Wasser stehen, das ist allerdings eine furchtbare Vision!

Es ist allerhöchste Zeit, der Politik gehörig Feuer unter dem Arsch zu machen! Es muß etwas geschehen und zwar rasch. Denn es ist unsere Zukunft, die die Politik da gerade vergeigt und die Zukunft unserer Kinder!

weiterführende Links:

Earth First! Worldwide

Das Logo von Earth First! Worldwide - Keine Kompromisse beim Schutz von Mutter Erde -

Das Logo von Earth First! Worldwide - Keine Kompromisse beim Schutz von Mutter Erde

Da ich schon lange nichts mehr über den Kampf direkt an der Front um den Schutz unserer Mutter Erde geschrieben habe, hier mal die neuesten Facts und ein paar Links, die Ihr anklicken könnt, um Euch über Aktionen für Gaia zu informieren! Was läuft wo? Und vor allem wann? Wer sich aktiv in den Kampf um unsere Welt einbringen will, der sollte sich mit gleichgesinnten Menschen zusammenschließen und Aktionen planen.

Es ist zwar schön und gut, wenn man etablierten Umweltschutz-Organisationen beitritt und diese bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützt. Aber man muss isch bewusst werden, dass auch Umweltschutz-Organisationen wie Greenpeace oder WWF eigentlich nichts anderes tun, was wir bei der Industrie und den Konzernen so sehr verurteilen – sie machen Lobbyarbeit! Sie versuchen also auf die ein- oder andere Art und Weise Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen, indem sie Argumentationshilfen für die Politiker liefern, die dem Gedanken des Umweltschutzes sowieso aufgeschlossen gegenüber stehen. Politiker, die seit jeher schon auf der Schmiergeldliste der Konzerne stehen, werden sich von solchen – und seien sie auch noch so einleuchtend – Argumenten kaum bis garnicht beeindrucken lassen.

Darum ist es manchmal nicht schlecht, wenn massiver Druck auf die Politik ausgeübt werden kann und zwar so massiv, dass sie letztlich nicht umhin kommt, auch mal gegen die Interessen der Konzerne und der Wirtschaft zu entscheiden! Ein gutes Beispiel dafür ist die Arbeit von SeaShepherd, diemit ihren WhaleWars in der Antarktis einen regelrechten Krieg gegen die Walmörder aus Japan führt und auch vor einem direkten Angriff auf die Fangschiffe nicht zurück schreckt! Nur so kann man die Öffentlichkeit auf die Problematik des Walmordes aufmnerksam machen. Wenn es dann noch gelingt, diese Aktionen PR-mäßig gut zu planen und durchzuführen, hat man durchaus ein machtvolles Instrument an der Hand, um Politik zu machen und zu beeinflussen, ohne die Karte des Arschkriechens ziehen zu müssen!

Eine ähnliche Position, nämlich die der Bereitschaft zum Kampf für unsere Mutter Erde, hat Earth First! bezogen. Das heisst nicht, dass sie Krieg führen, sondern dass sie aktiv und massiv für Gaia eintreten. Das geht manchmal bis hin zu Sabotageakten, z. B. Treespiking (das Spicken von Baumstämmen mit großen Stahlnägeln in dem Bereich, wo üblicherweise mit der Kettensäge angesetzt wird um einen Baum zu fällen. Die Löcher, die zurückbleiben, wenn man einen solchen Nagel einschlägt, werden mit Silikon und Baumrinde geschickt getarnt. So fliegen den Holzfällern die Ketten ihrer Sägen um die Ohren, wenn sie beim Fällen eines so präparierten Baumes auf den Stahlnagel treffen! Um zu verhindern, dass Menschen zu Schaden kommen, werden die betreffenden Waldstücke mit Warnhinweisen gekennzeichnet!), das Ansägen von Hochspannungsmasten, das Einfüllen von Zucker in die Tanks von Baumaschinen. Das Ganze nennt sich dann „Monkeywrenching“ (Ecodefense: A Field Guide to Monkeywrenching) und ist ein ziemlich wirksames Mittel, um die Abholzung ganzer Wälder zumindest zu verlangsamen, wenn schon nicht zu stoppen! Freilich sollte sich niemand der Illusion hingeben, dass solche Aktionen bei den Behörden und betroffenen Unternehmen auf besonderes Verständnis stößt – im Gegenteil, diese Handlungen sind strafbar und werden juristisch verfolgt! Ausdrücklich betone ich, dass hier nicht zu strafbaren Handlungen aufgerufen wird – jeder muss wissen, was er tut!

Die Problematik der Umweltzerstörung hat auch schon bei Zeiten Michael Jackson erkannt und ein tolles Lied draus gemacht, mit sehr bedrückenden Bildern im Video. Auch wenn´s schon ein paar Jahre alt ist, hat es doch nichts von seiner Aktualität verloren und es ist nicht schlecht. Nein, es scheint die Katastrophen, die uns heute bedrohen vorweg zu nehmen!

Es ist einiges passiert auf der Homepage von Earth First! Schaut mal dort vorbei und holt Euch Infos. Gab es bis vor Kurzem nur ein paar Earth First!-Gruppen in den Staaten und in Großbritannien, sind es mittlerweile einige mehr geworden. Auch in Europa, obwohl es für meinen Geschmack durchaus mehr sein dürften,um dem Umweltgedanken zusätzliches Gewicht zu verleihen. Aber aller Anfang ist schwer. Warum sollte es hier anders sein, als im echten Leben?

„So das war´s für heut, macht was draus.  Was, ist Eure Sache. Ich kann mich schließlich nicht um alles kümmern!“

(Zitat: Olaf Schubert, der Mahner und Erinnerer auf SWR3)

weiterführende Links:

  • EF! Prague (Earth First! Prag – Seite ist in tschechisch und english)
  • Leeds EF! (Earth First! Leeds – Seite auf english, hier kann man sich in eine Email-list eintragen)
  • Earth First! Britain (recht umfangreiche Seite – auf english – mit Hinweisenund Tips, wie man eine Earth First!-Gruppe gründet. Das Zitat, das ich dort gefunden habe, gefällt mir sehr gut -Every document of civilization is also a document of barbarism. — Walter Benjamin. Das heisst soviel wie: „Jedes Dokument der Zivilisation ist zugleich auch ein Dokument der Barbarei“. Auf der Kontakt-Seite findet Ihr noch mehr Links zu EF!-Gruppen in Großbritannien!).
  • Überwältigend ist die Link-Seite von Earth First! Worldwide (sehr viele interessante Links von Organisationen und Gruppen, die den Umweltschutz aktiv mit Aktionen voran treiben und unterstützen. Einige der Links sind aber nicht mehr aktuell, bzw. mittlerweile tot).

Meer oder weniger?

Es wird Zeit, der Politik mal wieder den Marsch zu blasen und die spitzen Schuhe anzuziehen (auch wenn´s an den Zehen ein wenig drückt), um sich arschtretenderweise durchs Tagesgeschehen kämpft. Schießlich soll der Getretene ja auch was merken! Aber warum das Ganze? Es gibt mal wieder einen richtig coolen Betriebsausflug für die hauptberuflichen Bedenkenträger aus Politik und Wissenschaft. Schwachkopf meets Fachidiot!

Natürlich weiss ich, dass sich das ziemlich krass anhört, aber besondere Umstände rufen nach besonderen Massnahmen und so sehe ich mich genötigt, denen einen Spiegel vorzuhalten, die da so tun, als kümmere sie der Zustand Gaias tatsächlich. Auch wird der Eindruck erweckt, man sei sich im Grunde ja eigentlich schon einig und man träfe sich ausschliesslich zu dem Zwecke, die längst überfälligen Rettungsmassnahmen zu beschliessen, die dafür sorgen könnten, dass unsere Kinder und Enkel in einer lebenswerten Welt leben können. Diese sind zwar dringendst notwendig und meist tun sowohl Politik, als auch Wissenschaftler so, als wüsste man genau, was man da tut, aber letztendlich diktieren ausschliesslich monetäre Interessen die Schutzziele! Hinter jeder Regierung steht eine fleissige Lobbyorganisation, von der offiziell niemand so genau weiss, wer ihr angehört und wem sie aus ihren wohlgefüllten Börsen das ein oder andere Präsent zukommen lässt. Wer gut schmiert, der gut fährt, denken sich die Konzerne und da der bevorzugte Schmierstoff in der Politik Geld ist, wirft man damit um sich, dass es eine wahre Pracht ist. Offenbar lohnt es sich, denn die Wirtschaft tut nichts, wenn es nicht Gewinn verspricht!

Also haben sich dieser Tage 5.000 (in Worten fünftausend) Politiker und Wissenschaftler auf den mühseligen Weg nach Indonesien gemacht, um sich über die Folgen des Klimawandels für die Ozeane und Meere zu beraten. Naja, in Wirklichkeit bestand das einzig mühsame auf dieser Reise vermutlich darin, sich von der chauffierten Regierungslimousine mit 300 oder mehr PS in die VIP-Lounge des jeweils nächstgelegenen Flughafens zu schleppen und auf den First-Class-Flug ins Reich der Zehntausend Inseln zu warten. Und so sitzen sie da nun, in einem tropischen Inselparadies und „beraten“ darüber wer wann wieviel Schmutz in die Meere pumpen darf, wer die Fische mit hochtechnisierten Fangflotten aus dem Ozean holt und wer die Kosten dafür übernimmt, die Küsten Indonesiens vor dem nächsten Tsunami zu schützen.

Am Ende gibt es dann wieder eine fein gedrechselte Abschlusserklärung, die ebenso hirn- wie folgenlos für diejenigen ist, die sich an die „Vereinbarungen“ nicht halten können oder wollen. Und dann geht´s munter weiter mit der Plünderung – sollen sich doch andere darum kümmern, solange wir noch ein Geschäft mit den Ressourcen unserer Mutter Erde machen können! Hauptsache man hat der Welt und den dämlichen Wählern mal wieder gezeigt, wie wichtig einem nicht nur die Umwelt, sondern auch die Zukunft ist. Jedenfalls so lange, wie es keine Wirtschaftskrise gibt. Aber weil´s die nun mal gerade gibt, darf der Schutz der Umwelt nichts kosten und auch keinen Konzern in seinem Treiben einschränken. Wo kämen wir denn da hin, wenn Gaia wirklich geschützt würde? Eben, kaum einer würde soviel Glück ertragen! Ausser ein paar Euro und vielen warmen Worten, wird es nicht viel geben, aber Zeit, Zeit hat man genug und so wird man sich auch im nächsten und übernächsten Jahr noch treffen können, vielleicht bald schon an den sonnigen Palmenstränden Grönlands, das dann seinen Namen endlich zu Recht tragen dürfte.

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