Segen & Fluch der Gentechnik!

Gibt es überhaupt irgendwelche Aspekte der Gentechnik, die man als „Segen“ definieren könnte? Ich bezweifle dies ganz entschieden. Aus diesem Grunde möchte ich heute auf ein paar Videos aufmerksam machen, die ich bei YouTube gefunden habe. schaut sie Euch in aller Ruhe an und überlegt dann, ob Ihr Euch wirklich genug gegen die Verbrecher von den Genkonzernen zur Wehr setzt. Zunächst mal hier 4 Teile eines Vortrages von Dipl.-Ing. Volker Helldorff, der eindringlich auf die Problematik der Gentechnik aufmerksam macht und außerdem auf eine sehr engagierte Art vorträgt. Echt interessant, um nicht zu sagen ein echtes Erlebnis:

Man kann zu den Genkonzernen stehen wie man will, aber ihre Versuche die Nahrungserzeugung der gesamten Menschheit zu kontrollieren, widersprechen jedwedem Menschenrecht und der Freiheit. Dagegen muss man sich einfach engagieren! Es ist quasi erste Bürgerpflicht! Denn die Politik ist nicht nur nicht willens, den Genkonzernen und ihrem Treiben einen Riegel vor zu schieben, sie ist von Monsanto und Konsorten regelrecht gekauft und durch Lobbyarbeit unterwandert und in ihrer Entscheidungsfreiheit dadurch erheblich eingeschränkt worden! So etwas nennt man glaube ich Interessenkonflikt, oder auch Sachzwang. Aber wer will das schon wissen.

Wie weit es in unserem Lande mit der Freiheit und der Unabhängigkeit gekommen ist, zeigen die nächsten Filme, die ich für Euch rausgesucht habe, ebenfalls bei YouTube. Sie erklären wie die Bauern nicht nur gegen die Knebelung durch unsere Regierung und die Genkonzerne kämpfen, sondern auch gegen die brüsseler schwachköpfe, die die Richtlinien der europäischen Politik bestimmen und dies über die Köpfe der Bürger hinweg tun. Was die Bürger wollen, scheint niemanden auch nur annähernd zu interessieren. Gilt es Interessen abzuwägen, so finden scheinbar ausschließlich die Wirtschaftsinteressen Berücksichtigung.

Das die Bürger in Deutschland und auch in anderen Ländern keinen Genfraß haben wollen, tangiert die Politik kaum. Ebenso der Wunsch, Produkte zu so zu kennzeichnen, dass leicht erkennbar ist, ob sie gentechnisch veränderte Zutaten enthalten oder nicht. Schließlich sollte jeder selber entscheiden können, was er essen möchte – und wenn das nun mal eben kein Genfraß ist, dann muss das auch klar zu erkennen sein! Statt dessen gibt es nur butterweiche und schwammige Richtlinien, die den Konzernen immer irgendwelche Schlupflöcher offen lassen. Es kann doch nicht so schwer sein, einmal etwas für den Bürger zu tun, der war schließlich so dämlich und hat die Regierung gewählt die er verdient hat!

So, dass sollst gewesen sein für dieses Jahr. Damit ich im nächsten Jahr auf´s heftigste weiter lästern kann, geh´ ich nun Silvester feiern – natürlich ohne Knallerei und Böller. Denn die sind der größte Umweltschwachsinn überhaupt. Man könnte genausogut sein Geld verbrennen, denn nichts anderes ist ein Feuerwerk ja, verbranntes Geld! Allerdings verbrennt es explosiunsartig und insofern ist es dann doch etwas anderes. Aber ich kann trotz allem nciht verstehen, warum die Menschen Gaia und ihren Geschöpfen so etwas sinnloses antun!

Einen Guten Rutsch in ein aufregendes und tolles Neues Jahr 2009 wünsche ich Euch!

Und ich bedanke mich für Eure Besuche auf meinem Blog und die Kommentare, die Ihr hinterlassen habt – danke!

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Das Netz des Lebens…

…umfasst alles Leben auf diesem wunderbaren Planeten, auch den Menschen. Wenn er glaubt, er stünde ausserhalb dieses Netzes und könne unabhängig von anderen Spezies existieren, so unterliegt er einem verhängnisvollen Irrtum.

Diesen gut gemachten Cartoon habe ich bei YouTube gefunden und ich möchte ihn Euch nicht vorenthalten, denn er zeigt auf anschauliche Art und Weise, wie alles Leben zusammenhängt. Zwar auf Englisch, aber immerhin!

Solche Filme gibt es meiner Meinung nach viel zu wenig. Um Kindern das Thema zu bringen, ist dies wohl eine der besten Methoden!
Das Video wurde eingestellt von der Homepage PermaculturePlanet, die bei YouTube unter permaculture science firmiert. Schaut mal vorbei, sehr interessant und viele Links zum Thema Permakultur – Englischkenntnisse sind allerdings notwendig.

Den Teufel mit Beelzebub austreiben?

Heute fand ich den Artikel „Lobbyismus in deutschen Ministerien – Verbotene Einblicke in Politik?“ auf tagessau.de (sorry, freudscher Versprecher!) tagesschau.de. Im ersten Bericht über den Einsatz externer Personen in der Bundesverwaltung für das Jahr 2008 listet das Bundesinnenministerium 59 Externe auf. Angeblich ist die Zahl von vormals 100 damit auf fast die Hälfte gesunken. Allerdings beruht dies offenbar auf der Tatsache, dass die Definition dessen, was als externer Mitarbeiter zu werten ist, nun ein wenig enger gefasst wird und schwupps…schon sinkt die Zahl drastisch!

Dieser so genannte Lobbyismus hat sich in der Politik verbreitet wie eine Seuche, sobald man den Konzernen die Möglichkeit eröffnete, ihre (vermutlich verdientesten und am besten geschulten Mitarbeiter) als „Leiharbeitskräfte“ in die Ministerien zu entsenden, sie dann großzügig weiter zu bezahlen und den Staat damit „finanziell zu entlasten“. Besonders kritisch ist der Lobbyismus im Gesundheitswesen, wo die Brüder vom lukrativen Orden der Pharmakonzerne seit mehr als 30 Jahren erfolgreich jede sinnvolle Veränderung torpedieren! Und die Versicherten und Patienten werden im Namen der Krankenkassen ausgenommen wie die Weihnachtsgänse!

Die Frage ist:“Sind unsere Politiker, die von uns gewählten Volksvertreter, wirklich solche Schwachköpfe, dass sie ihre Arbeit von gesponsorten Gastarbeitern erledigen lassen müssen? Oder schickt die Industrie diese Leute um sich selbst das Wasser abzugraben und Gesetze zu erarbeiten, die ihr irgendwelche Fesslen auferlegen? Oder tun diese Leute einfach nur das, wofür sie von den Konzernen bezahlt werden – nämlich deren Interessen vertreten?“ Jedenfalls scheint nicht die geringste Neigung vorhanden zu sein, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Denn wer schön brav den Konzernen zuarbeitet und sich als Politiker nicht in die Gesetzgebung einmischt (außer bei den Abstimmungen über diese industriegerecht vorbereiteten und ausgearbeiteten Gesetze), der kann auch auf deren Dankbarkeit zählen und zwar in Form eines ordentlich bezahlten Jobs in irgendeinem  Verwaltungs- oder Aufsichtsrat.

Das die Initiative zu dieser Invasion der Konzerne in den Ministerien nicht ausschließlich von den Konzernen, sondern auch und vor allem von den Behörden selbst ausgeht, zeigt der Bericht „Einsatz externer Mitarbeiter beim Bund – Auf die Großzügigkeit der Unternehmen angewiesen“. Und da erwartet wirklich jemand, die Regierung sei unabhängig? Nicht wirklich, oder?

Welchen Einfluss auf die Regierung die Konzerne mitlerweile erlangt haben, sollte das Beispiel von Monsanto zeigen, einem weltweit aktiven Genkonzern, der seine Finger in nahezu jedem schmutzigen Geschäft drin hat, das man sich vorstellen kann. Schaut Euch das Video von YouTube an, dann wisst Ihr was ich meine.

Zur Information, Monsanto (hier die Unternehmens-Homepage, die Euch die schöne, neue, gleichgeschaltete und genveränderte Zukunft zeigt! Übrigens wird diese Homepage von WOT, dem Mozilla Firefox-addon als nicht besonders vertrauenswürdig eingestuft) stellte für die US-Streitkräfte im Vietnamkrieg das Entlaubungsmittel Agent Orange her, ein furchtbares Gift, dass auch Jahrzehnte nach seinem großflächigen Einsatz über Vietnam immer noch Fehlgeburten bei Menschen verursacht, die damals von dem Giftnebel getroffen wurden, oder die in den betroffenen Gebieten heute leben. Die Opfer, amerikanische GI´s und vietnamesische Bauern haben bis heute keinen Cent Entschädigung erhalten, weil Monsanto keinen Zusammenhang zwischen dem Einsatz dieses Umweltgiftes und den Todes- und Krankheitfällen bei den Betroffenen sehen will. Wie man sieht, hat Monsanto viel Dreck am Stecken und was das ganze noch perverser macht, der Konzern spielt sich nun als Retter der Menschheit auf, weil er mit seinem genveränderten Saatgut das Ernährungsproblem lösen will – gegen Bares versteht sich. Man lässt sich Lebewesen und Pflanzen patentieren, und zwingt Bauern, die sich auf den Anbau von z. b. transgenem Mais (MON810) einlassen dazu Dünge- und Pflanzenschutzmittel bei Monsanto zu kaufen, die dieser braucht um zu gedeihen. Tut man das nicht, geht die Ernte kaputt und die Bauern sind pleite. Ob jetzt der Mais für Lebewesen ungefährlich ist oder nicht, interessiert offenbar niemanden (der begründete Verdacht besteht dass Vieh, welches mit dem Mais gefüttert wurde, unfruchtbar und anfällig für Krankheiten wird – warum also sollte das Genzeug ausgerechnet beim Menschen keine gefährlichen Folgen zeitigen?).

Aber während hierzulande Herr Seehofer, der Landwirtschaftsminister und designierte bayrische Ministerpräsident die Meinung vertritt, der Genmais sei harmlos und man könne ihn ruhig hier kommerziell anbauen, geht Monsanto bereits einen Schritt weiter. Der Konzern kaufte das Unternehmen Delta & Pine Land, das seit etwa 1983 in Zusammenarbeit mit dem US-Landwirtschaftsministerium (das muss man sich mal ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen!) an einer Methode gearbeitet hat, um gentechnisch verändertes Saatgut zu gewinnen, das nicht für eine Wiederaussaat genutzt werden kann, weil die Samen unfruchtbar sind – das heisst in dürren Worten: wird gentechnisch verändertes Saatgut von Monsanto gekauft, kann man zwar die Samen nach der Ernte sammeln, aber sie sind durch Manipulation nicht fruchtbar und können nicht wieder ausgesät werden. Der Landwirt muss also wieder Saatgut von Monsanto kaufen, oder spezielle Chemikalien, die die Samen wieder aktivieren! Schöne neue Gentech-Welt!

Weiterführende Links:

Und dies sind die anderen Global Player, die mit Monsanto zusammen den elitären Club (andere  würden dies weniger vornehm als Kartell bezeichnen) der Genkonzerne bilden, die die Macht über die Nahrungsmittelerzeugung der gesamten Welt zu erringen trachten:

  • Bayer CropScience Homepage des Unternehmens (ein echter Werbeprospekt des chemischen Grauens in Hochglanzbildern)
  • DuPont Homepage des Unternehmens (hier zum Vergleich der Artikel zu DuPont auf Wikipedia)
  • Syngenta Homepage des Unternehmens (auch hier wieder der Artikel zu Syngenta auf Wikipedia um einen etwas unabhängigeren Eindruck zu gewinnen. Wenn man diese deutsche Syngenta-Seite betrachtet, bleibt einem allerdings die Spucke weg. Denn hier bezeichnet sich Syngenta als – Zitat: weltweit führendes Agribusiness-Unternehmen, das sich durch innovative Forschung und Technologie für eine nachhaltige Landwirtschaft einsetzt – da gehört schon einiges an Dreistigkeit dazu, nicht wahr?).